Hubert Sumser, Pflanzenexperte und Kartierer:

"Die Kombination von vielen verschiedenen Standorttypen in der Renaturierung macht die Natur dort ganz besonders artenreich. Quarzwerke ist es gelungen, auf recht kleinem Raum eine große Anzahl verschiedener Biotope zu schaffen. Neben trockenen, sandigen Stellen gibt es Feuchtbiotope, es gibt offene Flächen und Aufforstung. Im renaturierten Tagebaubereich leben sehr viele verschiedene Arten, darunter auch eine große Anzahl geschützte Arten.“

 

Wilhelm von Dewitz, Herman Schmaus von der NRW Ornithologengesellschaft:

„Für uns ist es die beste Rekultivierung weit und breit! Sie ist so vielfältig mit so vielen verschiedenen Brutvögeln: Reiherente, Wasserralle, Zwergtaucher, das einzige Brutpaar der Tafelente in der niederrheinischen Bucht. Quarzwerke unterstützt die Uferschwalbe und hat für den Eisvogel eine Nisthöhle gebaut, wirklich vorbildlich.“

 

Dr. Werner Kunz, Professor für Biologie

Liebes Quarzwerke-Team,               

Mir sind Proteste gegen eine begrenzte Abholzung im Bereich der Quarzwerke zu Ohren gekommen.

Als Biologe, Naturschutz-Theoretiker und Buchautor möchte ich ein Statement abgeben:

In Mitteleuropa sind wir derzeit die Zeitzeugen einer Entwicklung, die die in den siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts aufkommende Öko-Ideologie nicht vorhergesehen hatte: Die Roten Listen der in ihrem Bestand zurückgehenden oder gar vom Aussterben bedrohten Tiere werden immer länger, obwohl der Umwelt- und Naturschutz in den letzten Jahrzehnten im Aufwind ist und heute bereits erhebliche Fortschritte zu verzeichnen hat. Diese Diskrepanz, die fast als Widerspruch erscheint,  stellt eine der Grundfesten der Naturschutz-Ideologie auf den Prüfstand: ist der Ruf nach naturnahen (und möglichst unberührten) Biotopen (was in Mitteleuropa vor allem Wald heißt) das geeignete Mittel, um den Rückgang und das Aussterben vieler Rote-Liste-Arten zu verhindern?

Eine Mehrheit der Rote-Liste-Arten in Mitteleuropa ist an Extrembiotope angepasst, und eben nicht an eine intakte, unberührte Natur. Beispiele für solche Extrembiotope sind Abbruchkanten und kahle Erd-, Stein- und Sandflächen. Sie sind früher durch Orkane, Brände und Überschwemmungen entstanden, durch Naturkatastrophen, die damals mangels geeigneter Technik durch den Menschen nur begrenzt eingedämmt werden konnten.
Heute haben wir in Mitteleuropa so viel Wald wie seit Jahrtausenden nicht, und die restlichen Wiesenflächen und Hanglagen sind dicht mit Gras und Buschwerk zugewachsen. Bedrohte Tier- und Pflanzenarten (Rote-Liste-Arten) finden ihre letzten Rückzugsgebiete mehr und mehr auf Militärgeländen, stillgelegten Bahnhofsflächen, Gleisanlagen und Bahnböschungen mit kargem Bewuchs. Der Kampf gegen Abholzungen verkennt die wahren Gefahren des gegenwärtigen Artensterbens in Mitteleuropa.

Dr. Werner Kunz
Professor für Biologie
Institute für Genetik
Heinrich-Heine-University
Universitätsstr. 1
D-40225 Düsseldorf
Germany

Statement zur Petition

Sandabbau in Frechen.


Eine online Petition gegen die Fortführung des Sandabbaus der Quarzwerke unterschreiben? Dat isses. 165 Personen aus Frechen haben schon unterschrieben. Die haben bestimmt Sand auf der Fensterbank gefunden. Ist Feinstaub mit bei. Wenn der in die Lunge kommt, kann man davon krank werden. Das muss endlich unterbunden werden!!!!
Aber kürzlich in unserer Fußgängerzone: 3 Wochen kein Regen, alles knochentrocken. Eine Staubwolke kam direkt auf mich zu. Dahinter städtische Laubbläser. Na ja, muss ja wohl sein, der Staub muss ja irgendwie weg. Aber mir genau ins Gesicht blasen? Nä, da lob ich mir doch die Luft am Quarzwerk.

35.000 Menschen haben die Petition schon unterschrieben. Müssen sich auskennen. Sind aber bestimmt nicht von hier, nur 1.500 aus dem Großraum Köln, Aha.
Gegen das Abholzen von alten Bäumen bin ich auf jeden Fall. Da wohnen Vögel drin, die müssten sich einen anderen Wohnsitz suchen.       Absolut unzumutbar.

Wenn nur junge Bäume abgeholzt werden, gibt es bald auch keine alten mehr.
Ein junger Wald ist ja gegenüber angepflanzt worden, sogar 80 Hektar. Und nur 35 Hektar wurden abgeholzt? Merkwürdig! Die Vögel müssten mindestens 200 m weiterziehen? Können die überhaupt soweit fliegen?

Also wenn ich so darüber nachdenke- Waldabbau ist doch nötig. Wir brauchen doch täglich Holz. Unsere Dachbalken sind aus Holz, das weiß ich. Türen, Fensterrahmen und die Treppe auch. Sogar Möbel aus Holz stehen in unserer Wohnung.
Das Papier für diese Zeitung und für Bücher ist auch aus einer Art Holz gemacht. Wo sollen die Kinder denn drauf schreiben, wenn keine Bäume mehr gefällt werden?
Wenn keine Bäume mehr gefällt werden, kann man also keine Häuser mehr bauen.
Oder doch? Wenn die Bäume da abgeholzt werden, wo die anderen 35.000 Unterzeichner wohnen? Geht ja nicht, die sind ja auch dagegen! Und da gibt es keinen Quarzsand.

Die Sachlage ist trotzdem ganz einfach. Abholzen in Frechen oder irgendwo anders? Besser wo anders.     Also unterschreibe ich!

Ach ja, der Sand soll ja abgebaut werden. Den kann man doch viel besser in der Sahara holen. Ist genug da und kostet nichts. Aber der hat eine andere Farbe. Wir hatten ihn schon auf der Terrasse, richtig gelb sieht der aus.
Ist aber kein Quarzsand und man kann keine Fenster oder Kölschgläser daraus herstellen.
Wenn wir keine Fensterscheiben mehr bekommen, wird es drinnen dunkel, oder Wind und Regen pfeifen durchs Haus. Kölsch können wir auch nicht mehr trinken. Ist eigentlich blöde.
Ich glaube, ich unterschreibe die Petition doch. Geht online, niemand sieht mich dabei und man muss ja mal wieder gegen etwas sein. Andere sind es ja auch. Einfach trendy. So richtig hart und konsequent.

Ihre Carol in Konsequent.
Fritz Koch

 

Prof. Dr. Horst Bannwarth, Botaniker:

"Seit Jahrzehnten besuche ich regelmäßig den renaturierten Tagebau der Quarzwerke, oft mit meinen Studierenden oder interessierten Nachbarn. Die Artenvielfalt ist beeindruckend und für Frechen einmalig. Das liegt vor allem an den nährstoffarmen Böden, aber auch daran, dass neben der Aufforstung auch genügend Sukzessionsflächen zu Verfügung gestellt werden, auf denen sich die Natur selbständig entwickeln kann. Aus meiner Sicht macht das Unternehmen Quarzwerke eine sehr gute Arbeit in den Bereichen der Renaturierung, des Artenschutzes und der Einbeziehung von externen Fachleuten."

Paul Feltes, Leiter des Leistungszentrums für Naturwissenschaften und Umweltfragen am Frechener Gymnasium:

„Mein erster Eindruck, ein überdimensionaler Sandstrand mitten in Frechen, es fehlt nur noch die Brandung. Ich hätte nie gedacht, was man aus Quarzsand alles machen kann und wie viele Sorten von Quarzsand hier produziert werden. Als Physiker und Chemiker beeindruckt mich das Labor mit umfangreicher Messtechnik zur Qualitätskontrolle. Hier erfahren unsere Schüler anschaulich, wo der Rohstoff für viele Produkte aus dem Alltag herkommt. Die vorbildliche Renaturierung bietet Schutzraum für viele auch seltene Arten von Pflanzen und Tieren.“

Linie7-Kulturverein

Liebes Quarzwerke-Team,

hiermit möchte sich der Kulturverein Linie7 noch einmal in aller Form für die wunderbare Unterstützung unseres Events am 28.09.2013 bedanken!

„Play the Quarzwerk“ war ein voller Erfolg und eine Bereicherung für unsere Stadt! Der Verein Linie7, der in erster Linie lokales Engagement zeigt, hat mit Ihnen den idealen Partner in der Region gefunden.

Besser kann man sich eine Kooperation nicht wünschen. Das Aufschütten des Sandes sowie das Aufstellen der Rampe, die vielen kleinen und großen Gänge, die nötig sind, um ein Fest in dieser Form möglich zu machen, verliefen bemerkenswert reibungslos.

Es hat Spass gemacht, mal einen Einblick in die Arbeitsabläufe des Quarzwerkes zu bekommen. In diesem Zusammenhang ist uns Ihr besonderer Einsatz für die Renaturierung aufgefallen – der sorgsame und nachhaltige Umgang mit Ihrer Umgebung.

Vielen Dank Ihr Linie7-Kulturverein