Gemeinsam für den Artenschutz

Seit September 2018 stehen diese Infoschilder im Artenschutzwald

In dem Frechener Waldstück zwischen A 4 und Bahngleise entsteht seit 2014 Jahren ein besonderer Artenschutzwald. Damals haben der Landesbetrieb Wald und Holz NRW und die Quarzwerke einen langfristigen Vertrag geschlossen, nach dem ein Waldbereich nördlich des Tagebaus Frechen der Quarzwerke zu einem „Artenschutzwald“ werden soll. Seitdem entwickelt sich das Gebiet zu einem Wald mit besonderer Attraktivität für viele seltene Tierarten. Mit Unterstützung der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft wurden 18 Maßnahmen festgelegt, die den Forst aufwerten. Beispielsweise wurden einige Hektar alter Waldbereiche komplett aus der Nutzung herausgenommen, um für Spechte und Fledermäuse Totholzstrukturen zu schaffen. In einem anderen Waldbereich werden „Biotopbäume“ gezielt gepflegt und in ihrer Entwicklung gefördert. An anderen Stellen wurden Stillgewässer angelegt, die einerseits Insekten - als Nahrung für Fledermäuse – aber auch waldbewohnenden Amphibien, wie z.B. Salamandern, einen Lebensraum bieten. Abgerundet werden die Maßnahmen im Wald durch die Schaffung von stufigen Waldrändern und das Anlegen von angrenzenden Wildwiesen. Die Biotopmaßnahmen werden durch ein umfangreiches Monitoring begleitet.

„Hier setzen wir einen besonderen Schwerpunkt im Waldnaturschutz im Einklang mit einer nachhaltigen Produktion von Holz. Die Stillgewässer werten die Fläche als Amphibienlebensraum auf und schaffen so noch mehr Artenvielfalt, “ so Uwe Schölmerich vom Landesbetrieb Wald und Holz. „Der Artenschutzwald ist ein guter Beleg dafür, dass Ökologie und Ökonomie gut miteinander harmonieren,“ so Quarzwerke Biologin Britta Franzheim.

 Trotzdem werden im Artenschutzwald Bäume gefällt. Warum, erfahren Sie hier.